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Mord in Ossenberg

Niederrheinkrimi „…und in Ewigkeit. Amen.“ von Ulrike Kretschmer, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2006, 184 Seiten

 

Sie können den Krimi bei „Schlamutzel“ in Ossenberg,

in der "Lindenbuchhandlung" in Alpen

der Buchhandlung am Rathaus in Kamp-Lintfort und bei

Ulrike Kretschmer, Tel. 02843-50441 erwerben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Mordfall in unserem kleinen, beschaulichen Ort geschieht nicht jeden Tag. Hinzu kommt, dass das Op-fer der Pfarrer ist, ein auf den ersten Blick ehrwürdi-ger, vertrauenswürdiger Mann.
Dass Sein und Schein nicht übereinstimmen müssen, und mit dem Fall mehr als ein Geheimnis verbunden ist, wird im Laufe der Handlung deutlich.

Zum Inhalt:

Lena besucht ihre Jugendfreundin Maria, um ihr über den Tod ihres Ehemannes hinwegzuhelfen. Johannes war in einer kleinen Gemeinde als Pfarrer tätig und ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Alles deutet auf einen gewaltsamen Tod hin. Lena stößt bei der Aufklärung des Mordes auf die rigiden Ansichten der Dorfbewohner und muss darüber hinaus erkennen, dass ihre Freundin unter religiösen Wahn-vorstellungen leidet. Trotz der Probleme, die sich ihr immer wieder in den Weg stellen und sie mit der uner-gründlichen Tiefe menschlichen Seins konfrontieren, gelingt es Lena zuletzt, ihre Nachforschungen zu ei-nem erfolgreichen Ende zu führen.

Und hier einige Textauszüge:

Bereits nach ein paar Tagen ihrer Ankunft wagt Lena sich an den Tatort

Zitat, S. 49: „Da - ein Schatten, ganz nahe im vorderen Teil des Ganges! So blitzartig, wie ich ihn wahrgenommen hatte, so schnell war er auch schon hinter einer Säule verschwunden.
„Ding, ding, ding, ...“
Ich schrie auf. Der Schrecken lähmte meine Glieder. Wie ver-steinert stand ich da und überließ meine Sinne dem Schlagen der Kirchenglocke. Meine Füße setzten sich in Bewegung. Ich muss-te die Kapelle so schnell wie möglich verlassen. Während ich vorwärts hastete, hörte ich meine Schritte auf dem Holzboden wie ein dumpfes Klopfen in meinem Gehirn.
„Halt!“ Eine feste Hand fasste mich bei der Schulter. „Stehen bleiben!“

Lena stellt gezielt Nachforschungen an, und stößt da-bei auf einige verdächtige Ungereimtheiten. Dennoch kommt sie bei der Aufklärung des Falls nicht weiter. Schließlich will sie den Inspektor in der Stadt aufsu-chen, um vielleicht von ihm Anhaltspunkte zu be-kommen. Sie macht sich auf den Weg in die Stadt, oh-ne jemanden darüber zu informieren. Von dem Gedan-ken besessen, etwas Wichtiges zu erfahren, will sie den Weg abkürzen und läuft über die Rheinwiesen.

Zitat, S. 105: „Da hörte ich plötzlich ein Geräusch. Ich er-schrak und richtete mich auf. Was war das? Ich sah mich um. Nichts. Da, wieder dieses Rascheln. Ich merkte, wie ich zu zit-tern begann. Was sollte ich tun? – Ich war meinem Schicksal hilflos ausgeliefert. Meine Finger krallten sich in das Gras. Ich riss meine Augen auf und starrte nach vorne.“

Was meinen Sie, ob Lena auch der erbarmungslosen Hand des Mörders zum Opfer fällt?

Eines Nachts gelingt es Lena, heimlich Zugang zu der Holzhütte im Garten des Pfarrhauses zu finden, mit der ein Geheimnis verbunden zu sein scheint.

Zitat, S. 152:“Entschlossen ging ich zurück zum Gartenhaus, doch bevor ich die Tür öffnete, zögerte ich für einen Moment. Noch war es Zeit, umzukehren. Mein Herz pochte, als wollte es zerspringen und meinen Brustkorb zerreißen. Schützend hielt ich meine Hand auf die Brust und drückte dann langsam die Türklinke hinunter. Meine Krücke hielt ich bereit, um mich gegen meinen Widersacher zu wehren. Ich stieß die Tür auf und trat ein. In der Dunkelheit suchte ich nach einem Lebenszeichen. Alles blieb still. Ich tastete nach dem Lichtschalter und drehte ihn mit einem raschen Griff um.“

Was Lena entdeckt, soll nicht verraten werden.